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 Hyposwiss

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PostSubject: Hyposwiss   Thu Mar 08, 2018 7:31 pm

Als die Hyposwiss diesen Sommer auseinandergerissen und verkauft wurde, schnappte sich die Falcon Private Bank das Filetstück.

Das Abu-Dhabi-Haus erwarb das Osteuropa-Geschäft von der Hyposwiss. Von Polen über Russland und der Ukraine bis nach Bulgarien herrscht dort noch Boomstimmung.

Weder Weissgeld noch Steuerkrieg vermiesen einem das Geschäft. Es herrscht Wachstum im wilden Offshore-Osten. Darauf stürzen sich fast alle Schweizer Privatbanken.

So auch die Falcon, die eine ambitiöse Expansionsstrategie fährt. Doch nun erleben die Araber mit Ableger in Zürich einen unerwarteten Rückschlag.

Das übernommene Osteuropa-Team der Hyposwiss hat einen grossen Star. Er heisst Petar Petrov, ist Bulgare und betreut vermögende Kunden aus seiner Heimat.

Petrov ist fast die halbe Miete. Laut Insidern verwaltete er für die Hyposwiss rund 250 Millionen Franken bulgarische Kundenassets.

Kein Wunder, wollten ihn die Falcon-Chefs unbedingt zu sich holen. In langen Verhandlungen umwarben sie den Bulgarien-Star und versuchten ihn, zu sich zu locken.

Trotzdem hat sich Petrov anders entschieden. Er heuerte kürzlich überraschend bei der Zürcher Privatbank Vontobel an.

Für Vontobel ist das ein kleiner Coup. Die Familienbank schlägt damit gleich mehrere Fliegen auf einen Schlag.

Die Chance, dass Petrov den grössten Teil seiner Assets zur neuen Arbeitgeberin mitbringen kann, ist gross. Denn die Hyposwiss verschwindet in Zürich per Ende 2013 und kämpft damit nicht um ihre Kunden.

Die Klienten brauchen so oder so ein neues Zuhause. Statt dass dieses Falcon heisst, ist es neu die Bank Vontobel.

Mit dem Petrov-Transfer rückt sich Vontobel – zweitens – in ein günstiges Licht. Den Zürchern gelingt es unter ihrem neuen Private-Banking-Chef Georg Schubiger, der Konkurrenz Seniors mit vielen Kunden abzuluchsen.

Drittens kann Vontobel mit dem Aufsehen erregenden Einkauf den Makel übertünchen, nach wie vor keinen Deal mit einer Privatbank zustande zu bringen.

Vontobel-CEO Zeno Staub sagte seit langer Zeit, dass er bereit für eine mittelgrosse Akquisition sei. Dafür seien bis zu 600 Millionen in der Kriegskasse.

Obwohl viele Banken und Vermögensverwalter zum Verkauf stehen, ist von einer Übernahme mit 10 bis maximal 20 Milliarden Assets nichts in Sicht. Diese Grösse wäre ideal aus Vontobel-Sicht.

Nun distanziert sich der junge Staub von den eigenen forschen Ankündigungen. Im Banking gebe es „nicht viele Akquisitionen, bei denen alle involvierten Parteien – Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre – am Schluss glücklicher“ gewesen seien, meint er in der Handelszeitung.

Hinter dem Schwenker versteckt sich das Eingeständnis, dass Staub die angestrebte Akquisition nicht geschafft hat. Eine solche kann zwar noch kommen, doch die Aussagen von früher haben sich als leeres Offensiv-Gebrüll entpuppt.

Fürs Standbein Private Banking, das seit Jahren das Sorgenkind der Vontobel-Gruppe ist, braucht die Entwicklung keine Katastrophe zu sein.

Vontobel habe „im Gegensatz zu anderen Banken (…) nie frisches Kapital“ benötigt, sagt der CEO im Gespräch. Der Fingerzeig meinte Julius Bär, die viel Geld aufnahm.

Mit dem Deal des Bulgaren Petrov verfestigt sich der Eindruck, dass Vontobel im Private Banking einen Plan B verfolgt.

Darauf deuten mehrere gewichtige Einzel-Einkäufe vor Petrov hin. So wechselten kürzlich Rothschild-Banker Jean-Pierre Stillhart als neuer Schweiz-Chef und Werner Rüegg von Sarasin als Basel-Berater zu den Zürchern.

Kritiker monieren, die Vontobel-Strategie würde die alte Karussell-Mentalität von Swiss Banking am Leben erhalten.

Dabei werden vermeintliche Topshots für teueres Geld und hohe garantierte Boni der Konkurrenz ausgespannt in der Hoffnung, dass diese viele Kundenassets an den neuen Ort mitbringen würden.

Die Rechnung geht oft nicht auf. Die alten Arbeitgeber kämpfen um ihre Kunden, die ihrerseits mit einem Bankenwechsel zögern. Zu umständlich und unsicher, sagen sie sich.

Der Petrov-Transfer passt jedoch nicht in dieses Schema. Der Senior-Berater erfüllt fast alles, was sich Schweizer Vermögensverwalter derzeit wünschen. Er ist frei, hat Kunden und verspricht Wachstum.

Einzig die Frage, was für Risiken sich Vontobel mit Petrov ins Haus holt, bleibt offen.

Die Gegenwart von heute ist die Vergangenheit von morgen.

Wenn Bulgarien und andere Ost-Staaten dereinst gleich aggressiv gegen Schweizer Banken vorgehen, wie es die USA und West-Europa heute tun, dann könnte die neue Strategie Vontobel teuer zu stehen kommen.
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